So funktioniert Abwesenheit für Militär- und Zivildienst

So funktioniert Abwesenheit für Militär- und Zivildienst#

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Shiftavo hinterlegt für jedes unterstützte Land eine Abwesenheitsrichtlinie für den Militärdienst, sodass sich die Abwesenheitsart vom ersten Tag an beantragen lässt. Was diese Richtlinie zahlt — und wie lange — hängt vom Recht deines Landes ab, denn die beiden Modelle in Europa sind gegensätzlich. Dieser Artikel erklärt, was du ab Werk bekommst und wann du es ändern solltest.

Die zwei Modelle#

Die Schweiz zahlt den Lohn weiter. Obligatorischer Militärdienst, Zivilschutz und Zivildienst sind bezahlte Abwesenheit. Zusätzlich zur Erwerbsersatzordnung des Bundes stockt ein Arbeitgeber, dessen Arbeitsverhältnis länger als drei Monate gedauert hat, für eine begrenzte Zeit auf 80 % des Lohns vor dem Dienst auf.

Überall sonst ruht der Vertrag. In Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich ist die Stelle geschützt, der private Arbeitgeber schuldet aber keinen Lohn — stattdessen entschädigt der Staat. In den USA läuft es nach USERRA genauso: unbezahlte Freistellung mit Anspruch auf Wiedereinstellung.

Was pro Land hinterlegt ist#

Land

Erfassungsmodus

Lohn

Grundlage

Schweiz

Je Fall, nach der Berner Skala

80 %

Art. 324a / 324b OR mit EO

Deutschland

Unbegrenzt

Unbezahlt

ArbPlSchG

Österreich

Unbegrenzt

Unbezahlt

APSG

Frankreich

Unbegrenzt

Unbezahlt

Réserve opérationnelle

Italien

Unbegrenzt

Unbezahlt

Freiwillige Reserve

Vereinigtes Königreich

Unbegrenzt

Unbezahlt

Mobilisierung der Reservekräfte

Vereinigte Staaten

Unbegrenzt

Unbezahlt

USERRA

Unbegrenzt heisst, die Abwesenheit wird erfasst und die Stelle geschützt, aber nichts wird heruntergezählt — siehe Erfassungsmodi — Saldo, je Fall und unbegrenzt. Je Fall heisst, jede Dienstperiode zehrt an einer Obergrenze, die mit den Dienstjahren wächst, genau wie die Leiter bei Krankheit — siehe So verwaltest du die Stufen einer Abwesenheitsrichtlinie.

Bemerkung

Für die Schweiz ergibt sich die Dauer des Falls aus der Gerichtspraxis (am verbreitetsten ist die Berner Skala), nicht aus dem Gesetz, und ein Gesamtarbeitsvertrag oder Einzelvertrag kann sie verbessern. Die hinterlegte Leiter ist das gesetzliche Minimum, keine Obergrenze für das, was du zahlen darfst.

Warnung

Das Schweizer Recht gewährt einen Anspruch auf Lohnfortzahlung pro Dienstjahr, der für alle unverschuldeten Abwesenheiten zusammen gilt — wer ihn durch Krankheit aufgebraucht hat, erhält für Dienst im selben Jahr nur noch die Leistung des Bundes. Shiftavo zählt die Leitern für Militärdienst und Krankheit standardmässig getrennt, was mindestens dem gesetzlichen Minimum entspricht. Änder das nicht ohne rechtliche Beratung für deine eigene Regelung.

Die Richtlinie ändern#

Der Militärdienst ist eine Abwesenheitsrichtlinie wie jede andere. Öffne sie unter Unternehmen → Abwesenheitsrichtlinien, wähl die Richtlinie ‚Militärdienst‘ und bearbeite sie — siehe So verwaltest du Abwesenheitsrichtlinien. Für welche Anstellungsarten sie gilt, legst du unter Unternehmen → Anstellungsarten fest. Am wichtigsten sind die beiden Felder Erfassungsmodus und Zahlungsanteil.

Prüfen, ob es geklappt hat#

Öffne das Antragsformular einer mitarbeitenden Person. ‚Militärdienst‘ steht in der Liste der Abwesenheitsarten und lässt sich beantragen. Genehmige einen Antrag und prüf das So siehst du das Abwesenheitsjournal: Eine unbegrenzte Richtlinie erfasst die Abwesenheit ohne Saldobewegung; die Schweizer Richtlinie je Fall zählt die Tage gegen die Leiter.